Gegen höhere Selbstmordrate bei Männern

Die höhere Selbstmordrate bei Männern und männlichen Jugendlichen

Mann erhängt sich

Männer weisen in allen Altersstufen die höchste Suizidrate auf. Diese steigt im Alter noch einmal drastisch an. Wieso sich Männer dreimal so häufig selber töten wie Frauen, ist nur ansatzweise erforscht. Grundsätzlich gilt, dass der Selbstmord und ein Selbstmordversuch immer im persönlichen Zusammenhang zu sehen ist und durch biologische, psychologische und/oder soziologische Faktoren ausgelöst wird. Allerdings treten bei männlichen Suizidopfern bestimmte Risiken gehäuft auf. Alkohol- und Drogensucht sowie psychische Erkrankungen, insbesondere Depressionen, zählen zu den Hauptrisiken für eine Selbsttötung. Gerade seelische Nöte von Männern werden zu selten wahrgenommen - von den Männern selbst, aber auch von der Gesellschaft. Bestimmte körperliche Erkrankungen wie dialysepflichtiges Nierenversagen, Aids, neurologische Erkrankungen, Krebserkrankungen usw. sind ebenfalls mit einem erhöhten Suizidrisiko verbunden.

Auch Männer, deren sozialer Status infolge von Arbeitslosigkeit, Alter, Einkommenslage etc. bedroht ist, neigen zu Kurzschlusshandlungen. Andere dagegen fühlen sich sozial isoliert, haben persönliche Traumata wie Trennungen oder andere Verluste erlebt.