Gegen höhere Zahlen von Obdachlosen

Obdachlosigkeit – ein „männliches Schicksal“

Obdachloser auf Parkbank

Obdachlosigkeit, das ist immer noch ein Stigma und in der Vorstellung der meisten Menschen ein selbst verschuldeter Zustand. Oder gar eine freiwillige Entscheidung. „Auf der Straße leben nur Leute, die versagt haben, die faul sind und stinken.“ Obdachlosigkeit kann aber fast jeden treffen, denn oft sind es Schicksalsschläge, die dazu führen, die eigene Wohnung nicht mehr halten zu können. In den seltensten Fällen steckt bloße Faulheit der Betroffenen dahinter. Einer der häufigsten Auslöser ist eine Trennung.

 

Die Mehrzahl der Obdachlosen in Österreich ist männlich. Unter den alleinstehenden Obdachlosen machen Männer etwa 80 % aus. Die Gründe ihrer Obdachlosigkeit sind sehr vielfältig, doch in den meisten Fällen liegt eine Scheidung oder Unterhaltszahlungen vor. Im Zweifelsfall wird nämlich immer der Mann der Wohnung oder des Hauses verwiesen, selbst wenn es sein Eigentum ist. Männer verlieren in der Regel das Wohnrecht in der bisherigen Wohnung.

 

Obdachlosigkeit „im klassischen Sinne“ ist ein soziales Problem, von dem also überwiegend Männer betroffen sind. Neben den geschätzten 8.000 permanent Obdachlosen nehmen über 7.100 Menschen zeitweise Obdachloseneinrichtungen in Anspruch.

 

Beratung und Betreuung bei (drohendem) Wohnungsverlust:

 

 

https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/169/Seite.1694300.html

 

 

https://www.caritas-wien.at/hilfe-angebote/obdach-wohnen/beratung/wohnungssicherung-noe-ost/